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Rund um das Thema Impfen

Was passiert beim Impfen

Bei einer Impfung nutzt der Körper seine eigene Abwehrstrategie: Er wird gezielt mit Krankheitserregern (Antigenen) in Kontakt gebracht, um die Bildung von Antikörpern auszulösen. Die Krankheitserreger sind entweder abgetötet bzw. abgeschwächt, oder es handelt sich um bestimmte Bestandteile, die zwar keine Erkrankung auslösen, aber die Bildung von schützenden Antikörpern anregen.

 

Die körpereigene Infektabwehr reagiert mit Antikörpern auf Antigene (Krankheitserreger). Bei der so genannten aktiven Immunisierung muss diese körpereigene Abwehr selbst aktiv werden. Sie reagiert bei solch einer Impfung auf abgetötete beziehungsweise stark abgeschwächte Erreger oder deren Bestandteile im Impfstoff und bildet eigene Antikörper gegen diese Erreger. Diese Antikörper schützen zu einem späteren Zeitpunkt vor einer bestimmten Infektionskrankheit. Selbstverständlich enthalten die Impfstoffe keine "echten", krankmachenden Viren oder Bakterien.
Diese Reaktion dauert beispielsweise bei der Grippeimpfung circa zwei Wochen. Ein erneuter Kontakt mit den wirklichen Erregern führt dann entweder gar nicht mehr zu einer Erkrankung oder sie verläuft deutlich abgeschwächt.
 
Bei der passiven Immunisierung bekommt die körpereigene Abwehr direkte Unterstützung. Der Impfstoff enthält Antikörper gegen bestimmte Erreger. Diese Antikörper können von anderen Menschen und in seltenen Fällen auch von Tieren stammen. Es entsteht ein sofortiger Schutz jedoch nur kurzfristig für einige Wochen bis maximal drei Monate. Damit kann zum Beispiel nach einem Erregerkontakt ein sofortiger Schutz erreicht werden.

 

Der Einzelne profitiert von einer Impfung, weil er vor bestimmten Infektionskrankheiten komplett geschützt ist oder nur leicht erkrankt. Besonders bei tödlich verlaufenden oder mit schweren Komplikationen einhergehenden Erkrankungen (z.B.: Tetanus, Masern) ist dies wichtig.
 
Auch die Gemeinschaft hat einen großen Nutzen, wenn viele Menschen geimpft werden. Bei Erreichen hoher Durchimpfungsraten ist es möglich, einzelne Krankheitserreger erst regional und schließlich weltweit auszurotten. Gelungen ist dies bereits mit den Pocken. Mitte der 70er Jahre erklärte die WHO die Welt als "pockenfrei". Seit dem existieren die Erreger nur noch in einigen wenigen Hochsicherheitslaboren. Bei konsequenter Durchführung der Impfung ist in naher Zukunft die Auslöschung der Kinderlähmung (Poliomyelitis) und der Masern möglich.

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